Entstehung

Die Entstehung der GBS als Kooperative Gesamtschule

Die 1956 erbaute Volksschule in der damals selbstständigen Gemeinde Jügesheim wurde 1962 um einen Realschulzweig ergänzt. Ein Erweiterungsbau mit zehn Klassenräumen ging 1964 in Betrieb. Die Turnhalle wurde 1968 errichtet.

Im Jahr 1970 wurde eine Förderstufe eingerichtet. 1971 zogen die Grundschüler in die neu eröffnete Wilhelm-Busch-Schule um, die verbleibende Haupt- und Realschule erhielt den Namen Georg-Büchner-Schule.

Der Schulentwicklungsplan sah 1972 die Umwandlung in eine Gesamtschule vor. In den Jahren 1974 bis 1977 wurden die Gebäude für die höhere Schülerzahl erweitert. Am 2. August 1976 begann der Unterrichtsbetrieb der schulformbezogenen Gesamtschule. Der Altbau aus dem Jahr 1956 wurde zu einer Grundschule, der späteren Carl-Orff-Schule.

Nach wenigen Jahren zeigte sich, dass man zu klein geplant hatte. 1979 mussten erstmals Fachräume in Klassensäle umgewandelt werden. Auch in fensterlosen Innenräumen fand Unterricht statt, zunächst stundenweise, in späteren Jahren dann regelmäßig.

Eine Drei-Felder-Sporthalle wurde 1980 eingeweiht. Im gleichen Jahr wurden die ersten Schüler an eine Oberstufe entlassen, deren Bau allerdings gerade erst begonnen hatte. Bis zum Umzug der Oberstufe im November 1981 nach Dudenhofen fand der Unterricht in Pavillons statt, die noch vom Umbau übrig waren.

Trotz aller Bemühungen reichten die Raumkapazitäten nicht aus. Was für viele Schulen galt, traf auch auf die Georg-Büchner-Schule zu: Die Politiker hatten mit solch hohen Schülerzahlen nicht gerechnet. Vor allem der Gymnasialzweig wurde seit Beginn der 1980er Jahre immer stärker frequentiert.

1987 mussten Teile des Schulgebäudes durch ein teures und aufwändiges Verfahren von einer asbesthaltigen Isolierschicht befreit werden. Nach einer Woche “Asbestferien” entwickelten die Lehrer ein Notprogramm mit Schichtbetrieb und verkürztem Unterricht. Im Sommer 1987 wurden im Gymnasialzweig erstmals drei 5. Klassen aufgenommen. Dies bedeutete gleichzeitig das Ende der Förderstufe – sie wurde 1989 aufgelöst.

Im Jahr 1994 wurden einige Fachräume in den inneren Bereich des Schulgebäudes verlagert, um mehr Klassenräume mit Tageslicht zu versorgen. Trotzdem reichten auch in den Folgejahren die Klassenräume nicht aus, um alle Lerngruppen mit eigenen Klassenräumen zu versorgen.

1999 wurden mehr als 80 Mängel im baulichen Brandschutz festgestellt. Im Juni 2000 beschloss der Kreistag eine grundlegende Sanierung mit geschätzten Kosten von 33 Millionen DM, die 2001 begann und Ende 2007 beendet wurde. Während der Bauzeit fand ein Teil des Unterrichts in Pavillons (8 Klassenräume und 2 Werkräume) statt. Im ersten Bauabschnitt entstand ein Neubau mit naturwissenschaftlichen Fachräumen (Biologie, Chemie und Physik) und eine Aula, die 2004 bezogen wurde. Im zweiten und dritten Bauabschnitt sind die bestehenden Gebäude bis auf die Grundmauern abgerissen und neu aufgebaut worden. Im November 2007 hat die 7 jährige Sanierungszeit mit der Fertigstellung des Kleinspielfeldes auf dem Schulhof ihren Abschluss gefunden. Der Schulträger beziffert die Gesamtkosten für das vorläufig letzte Projekt ohne Beteiligung privater Firmen mit insgesamt 22,5 Millionen Euro. Eine vollkommen neue Schule ist entstanden, die zum Einweihungszeitpunkt als eine der modernsten wenn nicht sogar als die modernste Gesamtschule im Kreis Offenbach gilt.